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20.07.2008

Dolmadakia - Herstellung der gefüllten Weinblätter

Bereits im Mai hatte ich einen Artikel über das Ernten und Konservieren frischer Weinblätter geschrieben. Nun ist es an der Zeit, die Herstellung der Dolmadakia zu beschreiben. Dass die Dolmadakia heutzutage auch in den Gaststätten nur als “Dosenware” auf den Tisch kommen, liegt einfach in der sehr zeitaufwendigen Art, die Dolmadakia selbst mit der Hand herzustellen. Hier aber nun eine ausführliche Beschreibung über die Herstellung, die von Fotos in unserem FlickR-com account im Album “griechische Küche” unterstützt wird:

Die frisch gepflückten Weinblätter hatten wir in Schraubdeckelgläsern konserviert (siehe auch Artikel vom 19. Mai).  Diese einfache Konservierungsweise hat sich bewährt und die Weinblätter sahen noch so aus, wie sie in die Gläser gekommen waren.

Als Erstes werden die Weinblätter aus dem Glas genommen (pro Glas waren es ca. 50 Stück), ausgerollt und nach und nach in kochendem Wasser 3 Minuten gekocht. Danach gibt man sie in ein Sieb und tupft sie mit Küchenkrepp trocken. (Achtung: kein Küchentuch nehmen, denn die Weinblätter färben sehr stark). Für die Füllung der Weinblätter werden 2 Tassen Reis mit 4 Tassen Wasser gekocht. 2 große Zwiebeln kleinschneiden und in der Pfanne in viel Olivenöl glasig werden lassen. Wenn man will, kann man etwas Hackfleisch mit anbraten, wir bevorzugen jedoch die Variante ohne Hackfleisch. Zu den glasig gebrateten Zwiebeln kann man zum Schluß noch etwas Wasser dazugeben. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Zwiebeln mit Salz, Pfeffer, etwas Zucker, Dill, Zitronensaft, frischen Minzblättern und kleingehackter, glatter Petersilie würzen. Minze und Zitrone ist vielleicht Geschmackssache, gehört aber unbedingt dazu.

Die gewürzte Zwiebelmasse nun unter den fertigen Reis geben und den Reis im zugedeckten Topf noch ca. 1/2 Stunde nachquellen lassen. Man sollte nun eine richtig pampige, klebrige Reismasse haben. Danach abschmecken und ggf noch etwas nachwürzen.

Die Weinblätter nun vorsichtig voneinander lösen und dabei aufpassen, dass sie nicht einreißen. Das Weinblatt wird zum Füllen mit der Blattunterseite nach oben auf eine glatte Fläche gelegt. Je nach Größe des Blattes wird nun ein Teelöffel oder mehr von der Füllung auf das Blatt gegeben. Danach wird das breite Ende etwas über die Füllung geschlagen, danach die Seiten darüber geklappt und dann bis zur Spitze aufgerollt. Beim Aufrollen ist immer darauf zu achten, dass die Seiten mit eingerollt werden. Wer schon einmal Kohlrouladen hergestellt hat, wird sich an diesen Vorgang erinnern. Hat man richtig gerollt, bekommt man eine fest geschlossene längliche Rolle.

Die einzelnen Röllchen werden nun mit den Blattenden nach unten in einen möglichst breiten Topf gelegt und in mehreren Lagen geschichtet (siehe die Fotos).  Zum Schluß mit Zitronensaft und Olivenöl beträufeln und mit einem umgedrehten Teller beschwert. Darüber gießt man dann soviel heißes Wasser, dass die Dolmadakia bedeckt sind. Bei schwacher Hitze läßt man sie dann 1 bis 1 1/2 Stunden köcheln und danach noch 1 Stunde im Topf abkühlen.

Nun sind die Dolmadakia fertig und schmecken warm wie auch kalt. Wer es mag, kann sie auch noch mit Zitronensaft beträufeln.

Guten Appetit

Kommentare

Danke, das klingt alles sehr gut. Auch die Luftkonservierung vom Mai 2008. Habe sie gerade auf kurdische Art hergestellt. Aber Dein Rezept überzeugt fast nich mehr. Was für eine reis nimmst Du? Wie hälst Du es mit Knoblauch und Kreuzkümmel?

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