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20.07.2008

Pfui - Spinne

In aller Regel verlaufen unsere Tage hier ruhig und ohne Hektik. Hin und wieder aber kommt es vor, dass meine Ehefrau Ioanna von drinnen ruft: “Schaaaaatz, komm mal ganz schnell!!!”. Meistens ist ein ungebetener Gast mit vielen langen, flinken Beinen der Grund und es heißt: Frau sieht Spinne, Mann muß handeln. Den nützlichen Insektenvertilger nach draußen zu komplimentieren, klappt selten, darum ist es dann meistens um ihn geschehen. Glücklicherweise haben wir nur selten im Haus eine Spinne, draußen dafür umso mehr. Für Mitmenschen mit Spinnenphobie ist die Vorstellung sicherlich ein Graus, für Spinnenfreunde und -kenner allerdings ein Eldorado.

Die meisten Spinnen, ob nun groß oder klein, lang- oder kurzbeinig, unbehaart oder stark behaart, haben eins gemein: sie sind unwahrscheinlich schnell, huschen mal hier, mal da und scheinen die Begegnung mit dem Menschen eher zu meiden. Daher sind die Begegnungen mit ihnen auch mehr flüchtiger Natur. Da gibt es aber zwei Spinnenarten auf unserem Grundstück, die sich mehr oder weniger häuslich und “ortstreu” niedergelassen haben.

Die Trichterspinne mit ihrem tricherförmigen Netz gibt es bei uns schon seit Jahren, in diesem Frühjahr haben wir aber erstmals viele finger- bis daumendicke Löcher auf unserem Grundstück entdeckt. Vielleicht waren sie auch schon in anderen Jahren da, aber -wie gesagt- zur Kenntnis genommen haben wir sie erst jetzt. Natürlich will man auch wissen, was sich in diesen Löchern verbirgt, also einen kleinen Halm genommen und mal etwas gestochert. Ioanna, die Spinnen milde gesagt nicht gerade zu ihren Lieblingstieren zählt, erschauderte ein wenig, als eine dicke, stark behaarte Spinne aus einem Loch heraus kam, um sofort wieder darin zu verschwinden. Die Löcher stammten also von den Röhrenspinnen.

Beide Spinnenarten, Röhren- und Trichterspinne, sind sehr selten zu sehen, denn sie warten geduldig in ihrer Behausung, bis eine Beuteinsekt mit ihrem Netz in Berührung kommt.

“Pfui - Spinne”. Diesem Ausspruch kann ich eigentlich nicht zustimmen, denn ich finde diese Tierchen eigentlich sehr interessant.

Viel Wissenswertes über Röhren- und Trichterspinnen gibt es übrigens bei “Wikipedia” nachzulesen.

Fotos zu diesem Artikel befinden sich in unserem FlickR-com account im Album “Haus- u. andere Tiere” oder einfach nur “Fotos aus Griechenland” anklicken.

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