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6.02.2009

Der kleine Orangenbaum

Der Februar 2009 begann stürmisch und regnerisch. Auch wenn es mal trocken blieb, konnten wir wegen des Sturmes manchmal draußen nicht lange arbeiten. Am 04. Februar änderte sich das Wetter, der Sturm drehte auf Süd, brachte wärmere Luft und flachte ab, die Wolken lösten sich auf und ab mittags konnte wir die warme Sonne genießen.

Der nächste Tag war ein Tag wie aus dem Bilderbuch: fast windstill, wolkenlos und fast sommerlich warm. Schmetterlinge taumelten durch die Luft, die Vögel zwitscherten und die Bienen beflogen fleißig die Frühlingsblüten, um Pollen zu sammeln. Eine große Überraschung gab es dann auch noch, denn unser Freund Sergio kam und brachte uns ein kleines Orangenbäumchen. Die Freude war riesengroß, denn mit diesem kleinen Orangenbaum hatte es eine ganz besondere Bewandtnis:

Am Haus von Sergio steht ein alter Orangenbaum, der Jahr für Jahr im Dezember/Januar eine große Anzahl schmackhafter süßer Orangen hervorbringt. Vor drei Jahren begann Sergio mit einem Experiment: er ritzte die Rinde eines jungen Zweiges ein, füllte die untere Hälfte einer aufgeschnittenen Plastikflasche mit Komposterde und band sie um den angeritzten Zweig. Da die Plastikflasche nach oben hin offen war, konnte die Erde feucht gehalten werden. Ziel war es, dass sich in der Erde an der eingeritzten Rinde Wurzeln bildeten und eines Tages der Zweig abgeschnitten und eingepflanzt werden konnte. In den folgenden Jahren wuchs der Zweig und trug in diesem Winter sogar schon fünf Orangen. Nun hatte Sergio den Zweig unterhalb des „Plastiktopfes“ abgeschnitten und zu uns gebracht, wie er es schon früher mal angekündigt hatte. Bisher war der Zweig von der Mutterpflanze versorgt worden, aber hatte er nun in seinem Plastiktopf eigene Wurzeln gebildet? Von außen war nichts zu erkennen und als wir den Plastiktopf lösten, stieg die Spannung. Zuerst sah es gar nicht gut aus, denn es hatte sich kein Wurzelballen gebildet und die Erde bröckelte trocken ab. Dann aber die Überraschung: an den Einschnittstellen hatten sich sehr viele kleine Wurzeln gebildet, es sah aus wie eine fusselige Bürste. Sofort haben wir das kleine Bäumchen eingepflanzt und reichlich gewässert. Es bleibt weiter spannend: wird es das kleine Bäumchen schaffen, ohne die Versorgung durch die Mutterpflanze zu überleben? Die nächsten Wochen werden wohl die Antwort bringen und wir werden dann auch wieder darüber berichten.

Wie und wo wir es eingepflanzt haben, dazu befinden sich Fotos in unserem FlickR com account im Album „Obst-/Zitrusbäume“ oder einfach „Fotos aus Griechenland“ anklicken.

Kommentare

Hallo Jutta, hallo Klaus

Endlich einen eigenen Orangenbaum im Garten !!

Freut uns sehr für euch !!

Auf das der Baum gut angeht und gedeiht.

Ãœbrigens — ein genialer Platz !!

Der “Kleine” macht sich an der Stelle bestimmt super gut !!

Gruß: Tina und Ulli

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