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11.04.2009

Der richtige ph-Wert

Bedingt durch die günstige Witterung sieht es hier manchmal so aus, als wäre gärtnerisches Gelingen ganz einfach: man pflanzt etwas oder sät etwas aus und schon wächst und gedeiht es. Ganz so einfach ist das allerdings nicht. Auch hier ist neben einem günstigen Klima auch ausreichende Wasserversorgung und vor allen Dingen ein nährstoffreicher Boden notwendig, um gute Erträge zu erzielen.

Wichtigste Nährstoffe für die Pflanzen sind Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalzium und Magnesium, aber auch Eisen, Mangan, Bor, Kupfer und Zink sollten ausreichend im Boden vorhanden sein.

Unsere Obstbäume, Weinreben und Gemüsepflanzen zeigen also nur ein gesundes Wachstum und bringen guten Ertrag, wenn die von ihnen benötigten Nährstoffe und Spurenelemente im Boden vorhanden und für die Pflanzen verfügbar sind.

Gehen wir einmal davon aus, dass unsere Pflanzen in einem humosen, nährstoffreichen Boden mit einem gesunden Bodenleben wachsen. Trotzdem kann es vorkommen, dass die Pflanzen und die Früchte Mangelerscheinungen zeigen.

Daher sollte man den pH-Wert, der den Säuregrad des Bodens bezeichnet, nicht vernachlässigen. Ein pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0 gilt als optimal, ein niedriger pH-Wert zeigt einen sauren Boden an, ein höherer pH-Wert besagt, dass der Boden basisch ist.

 

Nur bei einem optimalen pH-Wert stehen die im Boden enthaltenen Nährstoffe den Pflanzen vollständig zur Verfügung. Bei einem ungünstigen pH-Wert kann es vorkommen, dass zwar die Nährstoffe vorhanden sind, aber von den Pflanzen nicht aufgenommen werden können.

 

Um den pH-Wert festzustellen, besorgt man sich sog. „Indikatorstäbchen“. An mehreren Stellen des Gartens entnimmt man dann kleine Bodenproben, die man mit destilliertem Wasser mischt. (Möglichst kein anderes Wasser nehmen, da andere Wässer nicht demineralisiert sind und das Ergebnis verfälschen können.) Auch bei Gießwasser zB Regenwasser, kann man mit den Indikatorstäbchen den pH-Gehalt feststellen. Hält man ein Indikatorstäbchen in den Erdbrei oder das Gießwasser, kann man anhand der Verfärbung der Stäbchen den pH-Wert ablesen.

Die Proben, die ich vor kurzem von unserem Boden und dem Regenwasser genommen haben, zeigten glücklicherweise einen optimalen Wert, sodass nichts zu veranlassen ist. Einen sauren Boden, der leicht durch sauren Regen entstehen kann, kann man aber mit kohlensaurem Gartenkalk verbessern.

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