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10.07.2009

Neues von den Findelkätzchen

Wie ich bereits berichtete (siehe Artikel „Flaschenkinder“) brachte unser Nachbar Gabriel Anfang Juni dieses Jahres vier kleine Kätzchen zu uns, deren Mutter aus ungeklärter Ursache verstorben war.

Damals waren sie schätzungsweise drei Wochen alt und wogen jede knapp 200 Gramm. Im Folgenden werde ich berichten, was weiter geschah:

Nachdem wir sie anfangs mit einer Milch/Wasser-Mischung  mittels einer Pipette fütterten und merkten, dass der Nuckelreflex noch vorhanden war, nahmen wir zum Füttern eine Nuckelflasche mit dem kleinsten verfügbaren Nuckel. Im Vergleich zu einer Katzenzitze war dieser Nuckel zwar immer noch riesig, aber die kleinen Kätzchen gewöhnten sich schnell an die neue „Gummizitze“. Eine Zugabe von Babybrei, wie von der Tierärztin vorgeschlagen, traf leider nicht den Geschmack unserer Kätzchen, sondern sie nuckelten weiter mit Inbrunst ihr Milch/Wasser-Geschmisch. Bei dieser eigentlich schmalen Kost nahmen sie trotzdem stetig zu. Leider gab es auch einen Rückschlag, denn das Kätzchen, das zu Anfang den stärksten Eindruck machte, wollte eines Tages nicht mehr Fressen und bevor wir noch reagieren konnten, lag es morgens tot in der Schlafkiste.

Diese erste „Schlafkiste“ bestand aus einem hohen Pappkarton, wo sie wohlbehütet die Nacht verbrachten. Tagsüber hatten wir ihnen eine kleine Höhle zum Schlafen und Ausruhen aus einem alten Nachttisch-Schränkchen hergerichtet. Die Nacht schliefen sie glücklicherweise durch, tagsüber gab es für uns aber keine Ruhe. Schlafen-Fressen-Schlafen und natürlich zwischendurch langes Kuscheln war angesagt. In den nächsten Wochen änderte sich dieses Verhalten jedoch, die Umstellung von Milch über „Junior-Brekkis“ bis hin zum regulären Trockenfutter ging relativ zügig und ohne große Schwierigkeiten, trotzdem verlangten sie immer noch ihr Nuckelfläschchen mit Milch. Die Milch ist mittlerweile reinem Wasser gewichen. Mit dem Trinken aus einem Schälchen haben sie leider noch Schwierigkeiten, also muss immer noch der Nuckel zum Wassertrinken und wahrscheinlich auch zum Wohlfühlen herhalten. Ein kleines Heim haben sie auch bekommen, indem wir einen Tisch mit Resten von Gewächshausfolie umwickelten und das alte Nachttischschränkchen hineinstellten.

Nun schlafen und „wohnen“ sie dort, tollen herum, haben auch entdeckt, dass Katzen nachtaktiv sind und gehen immer mehr auf „Entdeckungsreise“, auch nach Einbruch der Dunkelheit.

Aus den kleinen „Kugelbäuchen“ sind mit der Zeit kleine niedliche Kätzchen geworden, die fast täglich wachsen und bereits ein Gewicht von über 500 Gramm erreicht haben.

Und die Sache mit dem Katzenklo? Funktioniert bestens.

Fotos zu diesem Artikel befinden sich in unserem FlickR com account im Album “Haus- und andere Tiere” oder einfach “Fotos aus Griechenland” anklicken.

Kommentare

Nach 2 Wochen Baby-Kätzchen (die sich in der Zeit super entwickelt haben),
kam uns unsere Lilly vor, wie eine Riesen-Katze.
Haben die Bilder gesehen,
also, muss ja sagen,
mit Schildkröten wäre ich ganz vorsichtig,
man weiß ja nie, was die vor haben ;-).

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