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8.01.2010

Die Böschung und die Limnos-Reben

Unseren alten Weingarten haben wir nun über mehrere Jahre neu aufgebaut und gepflegt. Im Jahre 2008 konnten wir die erste Ernte einbringen, leider wurde daraus kein Wein, sondern Rotweinessig. Aber immerhin, es ist ein guter, schmackhafter Essig.

Im Jahre 2009 konnten wir dann zum ersten Mal erfolgreich Rotwein herstellen. Entgegen den Gepflogenheiten haben wir ihn nicht bis Dezember ruhen lassen, sondern haben ihn immer wieder genossen. Das hatte den Vorteil, dass wir die Reifung des Weins „mit eigener Zunge“ verfolgen konnten. Leider hat unser Wein bei allem Wohlgeschmack einen großen Nachteil: er wird nicht bis zur nächsten Ernte reichen.

Darum werden wir auch in diesem Jahr den Weingarten erweitern und zwar wie auch in den letzten Jahren mit Rebabschnitten, die nach dem Rebschnitt in die Erde gesteckt werden und anwurzeln. Dafür nehmen wir nur abgeschnittene Ruten von Rotweinsorten, die in den letzten Jahren reichlich getragen haben und uns geschmacklich zusagen. Alte und schwachtragende Reben sondern wir nach und nach aus.

An der Ostseite unseres Grundstücks befindet sich eine Böschung, die bisher  ziemlich unbeachtet blieb. Was soll man mit so einer Böschung schon anfangen, an der nur Gras und Unkräuter wachsen. An dieser Böschung stehen einige wenige alte Weinstöcke. Nachdem wir sie vor Jahren von Macchia und anderen Unkräutern befreit hatten, pflegten wir sie regelmäßig und konnten im letzten Jahr erstmals reichlich von den blau-schwarzen, dichtbeerig wachsenden Trauben ernten. Wie wir erfahren haben, handelt es sich bei den Weinstöcken um die rote Rebsorte „Limnio“, die ursprünglich von der Insel Limnos stammt und heute überwiegend bei uns in Nordgriechenland angebaut wird.

Die erste Überlegung war, die Rebabschnitte der Limnos-Traube in diesem Jahr in die Böschung zu setzen. Allerdings sind die jungen Reben dann noch ziemlich durstig und müssen laufend gewässert werden. Damit das Wasser an der Böschung nicht abläuft, habe ich angefangen, die Böschung zu terrassieren und die Terrassen mit Kastanienbalken und Bruchsteinen abzustützen.

Wenn also in ca. zwei Wochen die Reben geschnitten werden, kann es losgehen mit der Vermehrung der Limnos-Reben. Ob es gelingt? Davon werde ich im Jahreslauf berichten.

Fotos zu diesem Artikel befinden sich in unserem FlickR com account im Album “Limnos-Reben” oder einfach “Fotos aus Griechenland” anklicken.

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