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6.03.2010

Sparangi, der wilde Spargel

Als wir anfangs unser Grundstück von Maccia und anderem Wildwuchs befreiten, sorgte ein stacheliges, flach bis halbhoch rankendes Gewächs, das sich wie Kletten an der Kleidung festhielt, für so manche Unmutsäußerung.

Der Unmut kehrte sich aber in freudige Überraschung, als wir erfuhren, dass es sich bei dem „Stachelzeug“ um Sparangi, den wilden griechischen Spargel handelte. Wo man ihn in Ruhe gewähren lässt, wächst er üppig und kann im Frühjahr geerntet bzw. gesammelt werden.

Der wilde Spargel gehört wie der Zuchtspargel zu den Liliengewächsen. Jetzt im März schießen die dünnen Stangen auberginefarben aus dem Boden. Sind sie etwa 50 cm lang, lohnt es sich, sie zu ernten. Mit den Fingern geht man vom Boden her am Stiel mit leichtem Druck nach oben und bricht den Spargel an der „Sollbruchstelle“ ab. Unterhalb dieser Stelle ist er nicht genießbar und holzig. Aus dem starken, unterirdischen Rhizom bildet sich im weiteren Jahresverlauf das überirdische „Stachelzeug“, das später kleine weiße Blüten entwickelt, aus denen sich rote Beerenfrüchte bilden.

Der wilde Spargel ist kräftiger im Geschmack als der Zuchtspargel und muss nicht geschält  werden. Man kann ihn roh verzehren oder kochen. Der gekochte Spargel wird mit Olivenöl und Zitronensaft oder Essig und Salz angerichtet. Der gekochte Spargel passt auch gut als Zutat zu einem Spargelomelett.

Fotos zu diesem Artikel befinden sich in unserem FlickR com account im Album “Der Kräutergarten” oder einfach “Fotos aus Griechenland” anklicken.

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