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30.05.2010

Die Brombeerbäume

Auf dem Grundstück unseres Nachbarn Gabriel stehen zwischen dem Hühnerhaus und dem kleinen eingezäunten Gärtchen zwei Bäume. Wenn sie im Winterhalbjahr die Blätter verloren haben, hinterlassen sie vor den immergrünen Olivenbäumen einen recht kläglichen Eindruck.Jetzt, Ende Mai, tragen die Bäume an ihren Zweigen mit den großen, fast herzförmigen Blättern gelbrote, rote und fast schwarze Früchte, die wie etwas zu groß und zu lang geratene Brombeeren aussehen. Brombeerbäume? Nein, es sind Schwarze Maulbeerbäume, die hier in Griechenland „Mouria“ genannt werden. Aus der großen Familie der Maulbeerbäume kennt man in Europa vor allem die Schwarze Maulbeere (Morus nigra), die Rote Maulbeere (Morus rubra) und die Weiße Maulbeere (Morus alba).

Da man die Blätter des Maulbeerbaums als Futter für die Seidenraupen benötigte, gab es früher in Europa, vor allen Dingen in den wärmeren Mittelmeerländern, große Bestände von Maulbeerbäumen. Nachdem die Nachfrage nach Naturseide jedoch zurückging, wurden große Bestände von Maulbeerbäumen gerodet und durch Olivenbäume ersetzt.

Leider ist der Maulbeerbaum etwas in Vergessenheit geraten, dabei haben es die Früchte in sich: sie sind nicht nur saftig und schmackhaft mit einem leichten Brombeeraroma, sondern

sind auch reich an Resveratol, das auch im Rotwein enthalten ist und vor der Entstehung von Krebszellen im menschlichen Körper schützen soll. Daneben haben die Früchte einen hohen Gehalt an Eisen-, Zink- und Mangan.

An einem Baum befinden sich immer Früchte in verschiedenen Reifestadien, beim Schwarzen Maulbeerbaum reifen sie von hellgelb über rot zu schwarz. Nur die schwarzen Früchte sind reif und können geerntet werden.

Da die Bäume von Gabriel in diesem Jahr überreich tragen, dürfen wir uns die reifen Früchte pflücken. Ioanna hat die geernteten Früchte unter zufügen von Zucker, Citropekt und einem kleinen Schuß Rotwein zu Fruchtmus verarbeitet. Wir können nur sagen: eine leckere Sache und ein ganz neues Geschmackserlebnis.

Fotos zu diesem Artikel befinden sich in unserem FlickR com account im Album “Zitrus-/Obstbäume” oder einfach “Fotos aus Griechenland” anklicken.

Kommentare

Mmmmmh - hört sich gut an! Ist bestimmt so lecker wie euer Feigenmus. Lothar schwärmt heute noch davon!

Liebe Grüße aus dem mal wieder trüben Löhne

Annelie+Lothar

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