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11.06.2010

Die Andenbeeren und das neue Gartenbeet

Im letzten Jahr ließen wir an der nördlichen Hangseite unseres Grundstücks nahe des Gewächshauses eine 6×4 große Fläche ausbaggern, die zur Südseite hin offen war. Dort sollte eigentlich eine Scheune, Wagenremise oder ähnliches entstehen. Mittlerweile ist das Projekt aus mancherlei Gründen hinfällig geworden und die „Baugrube“ wucherte etwas zu. Vor kurzem hatten wir uns deshalb entschlossen, dort ein neues Gartenbeet zu bauen. Etliche alte, runde Kastanienbalken und ca. 12 Kubikmeter gute Gartenerde, die mit einem LKW angeliefert wurden, waren dazu notwendig. Mittlerweile ist ein Teil des Beetes fertig und die Erde mit gut abgelagertem Pferdemist verbessert.Außer einigen vorgezogenen Basilikum- und Ringelblumenpflanzen haben auf dem Beet einige  „Exoten“ einen Platz gefunden. Es sind Andenbeeren, auch Kapstachelbeeren genannt.Das Saatgut bekamen wir im letzten Jahr von Freunden aus Deutschland. Die Samen hatte ich im zeitigen Frühjahr im Gewächshaus in einen Topf mit Anzuchterde gesät. Lange Zeit tat sich gar nichts und ich befürchtete schon, die Samen würden überhaupt nicht keimen.Dann kamen sie aber doch recht zügig und ich habe die stärksten Pflänzchen in kleine Töpfe umgesetzt. Dort entwickelten sie sich weiter gut und haben nun ihren endgültigen Platz im neuen Gemüsebeet gefunden.Die aus den südamerikanischen Anden stammende Andenbeere (Physalis peruviana) diente wegen ihres hohen Gehaltes an Vitamin C in früheren Zeiten den Seefahrern als Schutz vor dem gefürchteten Skorbut. Heute ist die Andenbeere fast nur noch teuer in Spezialitätengeschäften zu kaufen.Darum finde ich es besonders reizvoll, diesen Exoten unter den Beeren einmal selbst zu ziehen. Der Anfang ist gemacht. Da die Andenbeere botanisch gesehen eine Verwandte der Tomaten ist, kann sie auch ähnlich gezogen werden. Wegen der langen Wachstumszeit bis zur Reife der Früchte ist die Kultivierung in kühleren Gefilden möglicherweise nicht so einfach, das hiesige warme Klima mit sommerlichen Temperaturen bis hinein in den November dürfte uns aber eine gute Ernte bescheren.

Ob uns die Kultivierung der Andenbeere gelingt und ob wir eine lohnenswerte Ernte einbringen können, davon wird später zu berichten sein.

Fotos zu diesem Artikel befinden sich in unserem FlickR com account in den Alben “Beerensträucher” und “Gemüsegärten” oder einfach “Fotos aus Griechenland” anklicken.

Kommentare

Lieber Klaus, der Bericht liest sich gut. Steckt hinter “Klaus” etwa Janis (Joanis) mit seiner Frau Johanna? Wenn nicht, wie/wo finde ich deren homepage? Ich bin einer von der Gruppe, die Joanis und Johanna bei Amanda kennengelernt haben (Athos-Pilger). Zur Orientierung zu meiner Person Stichworte “Marienstatt/Luckenbach/Pater Theobald”.
Gruß Erich

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