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28.06.2010

Hexenei und Stinkmorchel

Wir saßen auf unserer Terrasse und wollten wieder mal entspannt den Sonnenuntergang genießen. Die gute Stimmung wurde jedoch durch einen unangenehmen Geruch getrübt, den wir bisher hier noch nicht wahrgenommen hatten. Es war ein aasähnlicher Geruch – oder besser gesagt – Gestank, dem wir unbedingt auf den Grund gehen mussten.

Bald war der Übeltäter gefunden: auf einem Beet neben der Terrasse ragte unter einem runden Stein ein etwa 20 cm langer, weißer, leicht gebogener Stiel mit einer schleimig, schwarzen Kappe hervor, der diesen penetranten Geruch verströmte.

Es war eine Stinkmorchel, die ihren Namen wahrlich zu recht verdient. Auch der wissenschaftliche Name „Phallus impudicus“, den man mit „unzüchtiger Penis“ ins Deutsche übersetzen könnte, trifft auf das Erscheinungsbild dieses ungenießbaren Pilzes zu.

Eine andere Bezeichnung der Stinkmorchel ist „Leichenfinger“. Der Name rührt da her, dass die Stinkmorchel auch auf Grabhügeln wächst. Nach altem Volksglauben war dies ein Zeichen, dass der Verstorbene ein ungesühntes Verbrechen mit ins Grab nahm und jetzt mittels des „Leichenfingers“ die Lebenden vor einem gleichen Schicksal warnen wollte.

Die Stinkmorchel wächst aus einem sog. Hexenei hervor, das sich auch noch an der Basis des Pilzes befand. Wir haben die „olle Stinkmorchel“ samt Hexenei natürlich sofort entfernt und sind uns einig, dass wir auf diesen Pilz gut und gerne verzichten können.

Fotos zu diesem Artikel befinden sich in unserem FlickRcom account im “Pflanzenalbum” oder einfach “Fotos aus Griechenland” anklicken.

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